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BGC MANUSCRIPT EDITION

In der BGC MANUSCRIPT EDITION erscheinen ab 2012 im Eigenverlag Manuskripte eigener Bearbeitungen und Arrangements fremder Werke sowie eigene Kompositionen (käufliche Aufführungs-Materiale). Es liegen in der Regel freie, historische Erst- und Faksimile-Ausgaben (Public Domain) zugrunde. Sollte es dennoch unbeabsichtigt zu einer Verletzung der Rechte Dritter kommen, bitte ich um sofortige Kontaktaufnahme.         

(Logo: © Dr. Benjamin-Gunnar Cohrs, 2011)

Im Bereich DOWNLOAD finden Sie Beispiel-Seiten, Preisliste und Info-Texte, Links zu den downloadbaren Vorworten der Studienpartituren, die bisher in der Musikproduktion Höflich erschienen sind, und vieles mehr. Alle von mir erworbenen Aufführungs-Materiale (Orchesterstimmen, Chorpartituren, Dirigierpartituren) sind GEMA-frei und dürfen vom Käufer jederzeit für eigene Aufführungen frei verwendet werden. Die Aufführungsmateriale und Dirigierpartituren sind professionell gesetzt. Das Material erscheint generell in A4 bzw. in 230x320mm (Dirigierpartituren zum besseren Blättern mit Draht-Spiral-Bindung; auf Wunsch auch in A3 oder A3 quer; Stimmen broschürt und geheftet). Überdies biete ich an, die pdfs des jeweiligen Materials bei Selbst-Ausdrück zum stark reduzierten Pauschalpreis auf CD-ROM zu erwerben.

Alle Preise in Euro; Versandkosten separat. Zur Bestellung nehmen Sie bitte per e-mail oder schriftlich Kontakt mit mir auf (IMPRESSUM). Der Versand erfolgt gegen Rechnung nach Rücksendung einer unterzeichneten Erklärung, in der sich der Käufer verpflichtet, das Material nicht zu vervielfältigen, nicht an Dritte weiterzugeben, ausschließlich für eigene Aufführungen zu verwenden und Aufzeichnungen in Bild und Ton grundsätzlich nicht ohne meine vorherige Zustimmung vornehmen zu lassen.


KATALOG-INFORMATION (D)
Full English Translation in Preparation

Wolfgang Amadé Mozart,
Requiem d-moll KV 626 
Neu vervollständigt und herausgegeben von Benjamin-Gunnar Cohrs (2001–2013)


Mozarts unvollendetes Requiem gehört seit seiner Vervollständigung durch Franz Xaver Süßmayr (1792) zu den meist-aufgeführten Werken überhaupt.  Allerdings wurde immer wieder Kritik an den Ergänzungsarbeiten laut, die Christoph Wolff in seiner Studie Mozarts Requiem als »eigenartige Mischung aus überraschend guten Einfällen und deren unzureichender Aus- bzw. Durchführung« bezeichnete.  Daher sind immer neue Vervollständigungsversuche veröffentlicht und aufgeführt worden.  Einige ließen die Anteile Süßmayrs unangetastet und kozentrierten sich auf Korrekturen von Details.  Manche haben die Substanz der von Süßmayr nachkomponierten Teile kritisiert und durch neue Kompositionen ersetzt, jedoch mit drastischen, mitunter stilfremden Resultaten.  Daraus resultiert ein Dilemma: Wer sich als Dirigent nicht für eine Ausgabe entscheiden möchte, könnte nur verschiedene Bearbeitungen miteinander vermischen.  Bei seinen Studien zu dieser Problematik kam Benjamin-Gunnar Cohrs schließlich zu der Erkenntnis, das keine der bekannten Fassungen grundlegende Probleme des Requiem wirklich zufriedenstellend löst.  Daraufhin begann er im Jahr 2001, eine eigene Neufassung vorzubereiten, die anschließend weiter durchgefeilt und 2013 abgeschlossen wurde. Freilich gab Wolff mit Recht zu bedenken, daß Süßmayrs Komplettierung abgesehen von Mozarts Manuskript die einzige Quelle darstellt, »die die Chance in sich birgt, von Mozart stammendes musikalisches Gedankengut aufzudecken.«  Die Konsultation der Ergänzungen Süßmayrs war deshalb für die Neuausgabe unabdingbar.  Diese waren freilich zu hinterfragen und wo immer erforderlich zu überprüfen, ggf. zu ersetzen.  Sanctus, Benedictus, Osanna und Agnus Dei hat Süßmayr angefertigt, allerdings wohl unter Verwendung heute verlorener Skizzen und aufgrund von Mozarts Anweisung, die Kyrie-Fuge unter Neutextierung am Ende zu wiederholen (belegt durch einen Brief von Constanze an Breitkopf & Härtel vom 27. März 1799).  So bekommt das Werk immerhin einen offenbar authentischen Schluß.  Mozart selbst hat vermutlich folgende, nicht mehr in Partitur gebrachte Teile zumindest im vierstimmigen Vokalsatz (fallweise mit Generalbass?) noch skizziert: Vom Lacrymosa abgesehen von den ersten 8 Takten der dann abbrechenden Partitur wohl auch die Takte 11-18; vom Sanctus die ersten 6 Takte (beruhend auf einer Dur-Variante vom Anfang des Dies irae); vom Osanna ungefähr die ersten 16 Takte (beruhend auf einer Dur-Variante der quam olim-Fuge des Offertoriums); vom Benedictus ungefähr die ersten 21 Takte (das auf ein von Mozart für seine Schülerin Barbara Ployer entworfenes Übungsstück zurückgeht und am Ende auf das ›et lux perpetua‹ im Introitus zurückgreift); vom Agnus Dei ungefähr die ersten 13 Takte (beruhend auf dem Hauptthema des Introitus im Bass).  Darüber hinaus wurde 1960 eine Skizze mit den ersten 16 Takten einer Amen-Fuge nach dem Lacrymosa wiederentdeckt, die Süßmayr gar nicht berücksichtigt hatte. Die Neufassung von Cohrs bietet eine neue Fortsetzung des Lacrymosa (6 Takte) als Überleitung zu der von ihm ausgearbeiteten Amen-Fuge (96 Takte), eine neue Fortführung des Sanctus (5 Takte), eine neue Ausarbeitung der Osanna-Fuge (54 Takte), einen neuen zweiten Teil vom Benedictus (22 Takte) sowie eine neue Fortsetzung des Agnus Dei (nun insgesamt 54 Takte).  Die Instrumentierung wurde von Cohrs grundlegend überarbeitet – unter Berücksichtigung der Arbeiten, die Josef Eybler noch vor Süßmayr in der Sequenz (bis zum Lacrymosa) vorgenommen hatte, allerdings wo nötig modifiziert und ergänzt.  Die Instrumentation hatte die spezifischen Besonderheiten des Werkes zu berücksichtigen.  So wird auf eine obligate Führung der Posaunen (bei wenigen, begründeten Ausnahmen) weitgehend verzichtet.  Die Holzbläser stützen im Tutti den Chor, die Fagotte mitunter den Basso, und dienen außerdem zur rhythmischen Profilierung wie auch Verstärkung der Resonanz.  Die Faktur der hohen Streicher orientiert sich am Basso und an den Vokalstimmen.  Da das Autograph nur wenige Angaben bietet, waren außerdem Artikulationen, Tempi, Dynamik und Generalbaß-Bezifferung unter Beachtung von Mozarts üblicher Vorgehensweise und anhand der kargen Angaben der Handschriften zu überprüfen und weitgehend zu ergänzen.  Durch den Versuch der Ausmerzung von Süßmayrs Ungeschicklichkeiten sollte dem Requiem zu mehr innerer Geschlossenheit und Homogenität verholfen.  Die Gesamt-Anlage so wie bekannt bleibt zwar weitgehend erhalten, doch bietet die Neufassung eine Fülle interessanter Details und neuer Aspekte, unter anderem einen Alternativ-Schluß in D-Dur. Nach der Uraufführung, die Cohrs selbst am 20. und 21. September 2013 in Bremen und Dortmund dirigierte, wurde das Aufführungsmaterial nochmals durchkorrigiert (besonderer Dank an Beate Röllecke für die Durchsicht der Continuo-Stimme) und steht ab sofort käuflich zur Verfügung. Näheres dazu findet sich im Bereich Download, u. a. Preisliste, Musterseiten sowie eine Corrigenda-Liste, in der die Korrekturen gegenüber der Studienpartitur vom Oktober 2013 verzeichnet sind (vor allem kleine Korrekturen in der Generalbaß-Bezifferung und wenige einzelne Noten). Die zum Material gehörende Dirigierpartitur wurde entsprechend korrigiert.

Studienpartitur | Study Score: Musikproduktion Höflich, Repertoire Explorer 1425
Dirigierpartitur & Aufführungsmaterial | Full score and parts (on sale): BGC Manuscript Edition, 2014


AUFFÜHRUNGEN

20. 9. 2013, St. Ursula, Bremen, Germany
21. 9. 2013, St. Marien, Dortmund, Germany

Karolina Brachman, Dorothe Ingenfeld, Jan Hübner, George Stevens; Beate Röllecke (Orgel), Alsfelder Vokal-Ensemble, Göttinger Barock-Orchester, Benjamin-Gunnar Cohrs (WORLD PREMIERE)
2. 10. 2014, Huddersfield Town Hall, England, U.K.
26. 10. 2014, Leeds Town Hall, England, U.K.

Aoife O´Sullivan, Rosie Aldridge, Rupert Charlesworth, Matthew Brook, Opera North Chorus & Orchestra, Jac van Steen (BRITISH PREMIERE)
13. 3. 2016, St. Nikolai, Prenzlau, Germany
Isabelle Heiss, Katharina Thomas, Richard Mauersberger, Lars Grünwoldt, Kantorei Prenzlau, Preussisches Kammerorchester, Hannes Ludwig


W. A. Mozart: Credo und Agnus Dei zur unvollendeten Messe c-moll KV 427
Ergänzung der fehlenden Teile nach Originalquellen von Benjamin-Gunnar Cohrs (2001-2010)


Jüngere Forschungen legen nahe, daß Mozart aufgrund der strengen josephinischen Kirchenmusikreformen 1783 die Arbeit an der Messe abgebrochen hat. Möglicherweise lag ihr ein Auftrag der Cäcilien-Congregation zugrunde, der die Créme de la Créme Wiener Musiker angehörte, und die seit Jahrzehnten die Feiern zum Namenstag der heiligen Cäcilia im November bestritt; allerdings wurde die Bruderschaft im Sommer 1783 verboten. In dieser Erstausgabe werden neue Instrumentations-Ergänzungen von ›Credo‹ und ›Incarnatus‹ vorgelegt; ›Crucifixus‹ und ›Resurrexit‹ sind Parodien einer Arie in c-moll, die vielleicht für die Messe gedacht war und von Mozart 1785 in seine Bearbeitung von ›Kyrie‹ und ›Gloria‹, die Kantate Davide Penetente, aufgenommen wurde. Für den Schlußteil ›Et iterum venturus est‹ wird der Anfangsteil in Parodie wiederholt. Als ›Agnus Dei‹ dient eine Bearbeitung der Maurerischen Trauermusik (1785) für Soli, Doppelchor und Orchester; das ›Dona nobis pacem‹ greift auf Material aus dem ›Kyrie‹ und eine Kadenz zurück, die Mozart ebenfalls in Davide Penetente eingefügt hatte. Die Ausgabe enthält aus praktischen Gründen nur die fehlenden Teile; für eine Gesamt-Aufführung empfehlen sich die übrigens Sätze in der vorzüglichen Ausgabe von Richard Maunder (Oxford University Press/Carus). Vokal-Partituren und Stimmen sind aus praktischen Gründen in zwei Teil-Hefte gegliedert. Die Vokalpartitur ist wahlweise in größerem oder kleinerem Notensatz erhältlich. Das Aufführungsmaterial ist käuflich erhältlich.

Studienpartitur | Study score: Musikproduktion Höflich, Repertoire Explorer 1049
Dirigierpartitur, Vokalpartitur & Stimmen | Full score, vocal score and parts: BGC Manuscript Edition, käuflich | on sale

AUFFÜHRUNGEN
8. April 2012, South Melbourne Town Hall, Melbourne, Australia
Kathryn Zerk, Siobhan Stagg, Timothy Reynolds, Nicholas Dinopoulos, The Consort of Melbourne, The Orchestra Project, Peter Tregear (WORLD PREMIERE)
12. Mai 2012, St. Peter´s Church, Staten Island, New York, USA
7. Oktober 2012, Holy Spirit Church, Asbury Park, New Jersey, USA
Mary Thorne, Jessie Hinkle, Matthew Garrett, Curtis Streetman, Arcadian Chorale, Richmond Choral Society, Staten Island Philharmonic, Marin Alexander (US PREMIERE)
7. Oktober 2012, St. Jakobi-Kirche, Peine, Germany
Magdalene Harer, Karin Gyllenhammar,  Henning Kaiser, Martin Backhaus; Kirchenkreiskantorei St. Jacobi, Göttinger Barockorchester, Christof Pannes (GERMAN PREMIERE)
17. November 2012, Market Harborough, U.K.
Elizabeth Ryder, Carrie-Ann Williams, Stephen Mills, Matthew Durkan, Market Harborough Chorale Society, Bardi Symphony Orchestra, Anselm Kersten (BRITISH PREMIERE)


Anton Bruckner: IX. Sinfonie d-moll (unvollendet), Finale
Aufführungsfassung von Samale-Phillips-Cohrs-Mazzuca (2012)
Orchesterstimmen herausgegeben von Benjamin-Gunnar Cohrs (2012)

Auch Bruckners Neunte ist unvollendet überliefert. Diese Neu-Ausgabe eröffnet die Möglichkeit, sie viersätzig aufzuführen. Das von Bruckner selbst fast vollständig skizzierte, teilweise orchestrierte, leider aber unvollständig überlieferte Finale wurde von Nicola Samale, John Phillips, Benjamin-Gunnar Cohrs und Giuseppe Mazzuca zwischen 1983 und 2012 ergänzt und in mehreren Stadien optimiert. Das Aufführungsmaterial wurde von B.-G. Cohrs im Auftrag der Autorengemeinschaft herausgegeben und ist leihweise erhältlich.

Studienpartitur: Musikproduktion Höflich, Repertoire Explorer 444
Dirigierpartitur & Stimmen | Full score and parts: BGC Manuscript Edition, leihweise | on hire

Erst-Einspielung | First CD recording: Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, EMI 2012
(For full list of performances c.f. BRUCKNER9FINALE and DOWNLOAD)



NEU-ERSCHEINUNGEN




Franz Schubert: Sinfonie-Fragment h-moll D 759 ›Unvollendete‹ mit
Scherzo h-moll D 759/3 &
Orchestersatz h-moll D 797/1 (mutmaßliches Finale)
Kritische, vervollständigte Neu-Ausgabe von Benjamin-Gunnar Cohrs (2015)

Schuberts h-moll-Sinfonie ist unvollendet überliefert. Diese Neu-Ausgabe eröffnet die Möglichkeit, sie viersätzig aufzuführen. Das von Schubert selbst fast vollständig skizzierte, teilweise orchestrierte Scherzo wurde von Nicola Samale und Benjamin-Gunnar Cohrs ergänzt (Vervollständigung der Instrumentierung; Ergänzung weniger fehlender Takte im Trio). Neue Erkenntnisse (u. a. von Brian Newbould) unterstützen die Theorie, daß die hier in einer kritischen Neu-Ausgabe vorgelegte Entre=Act Nr. 1 aus Schuberts Bühnenmusik zum Schauspiel Rosamunde ursprünglich als Finale gedacht gewesen sein könnte.  Die Edition von Scherzo und Finale (2004) verstand sich bisher als Ergänzung bestehender Ausgaben; die ersten beiden Sätze waren daher nicht enthalten. Eine überarbeitete Neu-Ausgabe der gesamten Sinfonie entstand daraufhin im Jahr 2015. Die Partitur ist zu Studienzwecken auch als zweifarbige PDF-Datei erhältlich, in der die Zusätze des Herausgebers in Blau kenntlich gemacht sind. Das Aufführungsmaterial ist käuflich erhältlich.

Studienpartitur
(Scherzo & Finale): Musikproduktion Höflich, Repertoire Explorer 884
Dirigierpartitur & Stimmen | Full score and parts (D 759/1-3, & D797/1): BGC Manuscript Edition, käuflich | on sale

AUFFÜHRUNGEN

22. April 2004, Altes Theater Sarajevo, Sarajevo Symphony Orchestra, Benjamin-Gunnar Cohrs (Uraufführung)

27. Oktober 2015, Stadthalle Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen, Mihhail Gerts (DEUTSCHE PREMIERE)
15. November 2015, Sharon, Massachusetts, USA, Sharon Community Orchestra, Michael Korn (US PREMIERE)

3. November 2016, Stadthalle Schmallenberg, Philharmonisches Orchester Hagen, Fredrik Köster










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